September ist ein noch sehr warmer Monat an der toskanischen Küste. Das Wetter im August und September ist grundlegend für einen guten Jahrgang
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Der Weinbauer liest die Zeichen des Wetters um zu verstehen wir er seine Arbeit leiten muss. Abgesehen der klimatischen Katastrophen (zum Glück sehr selten) durch die man einen Teil oder alle Trauben verlieren kann, sind die Unterschiede der Jahrgänge nicht unbedingt negativ.
Die große Faszination des Weines liegt eben darin dass er ein lebendes Produkt ist, dass er im Glas von sich erzählt, vom Gebiet aus dem er kommt, von der Hand von der er kreiert wurde und des Jahrgangs aus dem er entstanden ist.
Ein Wein der jedes Jahr gleich perfekt ist, ist ein „toter“ Wein, ein Ergebnis der Mode und der Einförmigkeit des Marktes.
Alle sind in Erwartung: der Weinbauer bewertet, kostet, analysiert, denkt und endlich gibt er das Ok, man fängt mit der Lese an.
Das erfahrene Personal lesen die Trauben im Weinberg aus. Die Lese schreitet in verschieden Zeitabschnitten fort, sie wird unterbrochen, dann wird weiter gelesen, dann wiederum muss man beschleunigen um eine größere Partie zu lesen, man hält wieder an und wartet.
Jede Traubensorte, aber auch die selbe die an verschiedenen Stellen im Weinberg wächst, hat andere Reifungszeiten. Wenn man zu früh oder zu spät liest, riskiert man die Arbeit von einem ganzen Jahr zu verlieren.
Kaum sind die Trauben gelesen, werden sie sofort in den Weinkeller gebracht und verarbeitet. Der Weinbauer, der jetzt zum Önologen wird, weiß dass jede Traubenpartie nach ihren Charaktereigenschaften behandelt werden muss.
Es gibt kein vorgeschriebenes Rezept: der Weinbauer muss den Jahrgang aus seiner Sensibilität und Erfahrung heraus interpretieren, die Trauben zu ihrer Vollendung bringen und den Plan der Natur, der schon im Weinberg angefangen hat, unterstützen. Wenn der Most zu Wein geworden ist, wird er von den Becken in die Fässer zur Ausreifung gebracht. Die Lese ist vorbei, aber die Arbeit geht weiter.
In den Fässern muss der Wein umgerührt, aufgefüllt, umgefüllt und beobachtet werden. Ende Oktober werden einige Weine abgefüllt, andere, aus vorigen Jahrgängen und zum Verkauf bereit, werden etikettiert und abgepackt.