An der toskanischen Küste erwacht die Natur früh: schon in der zweiten Märzhälfte
wird es wärmer und die Mandelbäume (das sind die Ersten) sind voller Blüten.
Dennoch beginnt jedes Jahr der Frühling für den Weinbauer mit ein wenig Sorge: das milde Klima versteckt die Gefahr des Frostes, der mit Heftigkeit in Form von eisigen Nord-oder Nordostwinden (tramontana und grecale) auftritt und in einem Tag die zarten Knospen zerstören kann.
Es reichen ein paar Wochen aus damit der Wind keine so kalten Strömung mehr mit sich führt.
Die Knospen öffnen sich und die ersten kleinen Blätter wachsen.
Nach und nach füllt sich der Weinberg mit neuen Trieben und Blättern, die der Weinbauer von Hand zwischen die Stützdrähte führt.
Die Temperatur steigt immer mehr an: Ende Mai kann man schon im Meer baden. Gegen Mitte oder Ende Juni blühen die Reben, aber es ist eine bescheidene Blüte, wenig sichtbar, mit sehr kleinen, weißen Blüten.
Das ist auch der Moment in dem sich verschiedene Krankheiten der Weinrebe entwickeln.
Um mit einer gewissen Ruhe bis zur Lese zu gelangen, muss man daher auf die ersten Zeichen achten, überwachen und eingreifen mit den zweckmäßigsten Mitteln.
Im Weinkeller aber sind die letzten zwei Jahrgänge im Ausbau und die Arbeit endet nie: auffüllen, umfüllen, probieren....